Am 20. Oktober 2016 fand während der Ausstellung AgroPort 2016 in Kharkiv in der V. Ausstellungszone des Ostukrainischen Agrarforums das Exporttraining für Hersteller und Verarbeiter von Nischeprodukten statt.

Das Ziel des Trainings, das zusammen mit dem Projekt "Beratung der Ukraine zu Agrarhandelsfragen - im Rahmen des tief greifenden und umfassenden Freihandelsabkommens zwischen der EU und der Ukraine" durchgeführt wurde, war ukrainische Agrarhersteller und- verarbeiter von Nischenprodukten über den Eintritt in die EU-Märkte zu informieren, und auch business cases mit ukrainischen und deutschen Experten durchzuarbeiten. An der Veranstaltung nahmen 25 Vertreter der Unternehmen teil, die sich mit der Nischenproduktion beschäftigen (Nüsse, Honig, Gemüse, Obst, Beere, Flachs, organische Produkte). 

Als Speaker der Veranstaltung traten Mykhaylo Onipchenko, Leiter von "EuroExpert" (Leipzig), Mariia Didukh, Expertin von Export Help Desk bei MAPE (Agritrade Ukraine) und Sviatoslav Bartosh, Expert für Außenhandelsaktionen auf.

So erzählte Mykhaylo Onipchenko darüber, wie ukrainische Hersteller den Erwartungen von ihren Importeuren entsprechen können, und bei der Durcharbeitung von business cases wurde eine Situation von der Stelle des Exporteurs und Importeurs betrachtet. Außerdem wurde allen Teilnehmern der Ratschlag gegeben, sich mit den anderen Produzenten zu kooperieren und zusammen ihren Platz zu finden. 

Mariia Didukh berichtete ihrerseits von den Hauptbedingungen des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU, sowie auch über die Exportregime wie Meistbegünstigungsprinzip für WTO-Länder, GSP und DCFTA. Außerdem wurde die Frage über Quoten ins Gespräch gebracht und positive Änderungen in den Bedingungen der Freihandelszone erwähnt: Am 30. September berichtete die EU-Komissarin Cecilia Malmström über die Steigerung von Quoten für die Ukraine. 

Über juristische Aspekte des Agrarexports in die EU erzählte der ILF-Anwalt Sviatoslav Bartosch. So empfahl der Expert die Informationssuche für eine Warengruppe mit dem Warennummer anzufangen. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Zollverfahren und der staatlichen Kontrolle (phytosanitarischen, radiologischen und sanitärepidemiologischen), sowie auch dem von dem Finanzministerium der ukraine eingeführten "Einheitsfenster" gegeben.

Am Ende des Trainings beantworteten die Experte die Fragen von Produzenten bezüglich den bestimmten Warengruppen.

Quelle: Agritrade Ukraine, AgroPort

Foto: Agritrade Ukraine, AgroPort

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