Am 25. - 26. Oktober 2016 fand in Frankfurt am Main die internationale Konferenz "Sourcing Organic from Ukraine 2016" statt, gefördert von der Schweizer Regierung durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und von dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Als Organisator der Veranstaltung trat Toralf Richter auf, der das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL, die Schweiz) vertritt, zusammen mit den FiBL Projekten GMbH (Deutschland), AFC Consultants International (Deutschland), IAK (Deutschland), dem Projekt Agritrade Ukraine und dem Beratungsorgan "KjuS" (Ukraine).

Die Konferenz gab die Möglichkeit zur Durchführung eines konstruktiven Dialoges zwischen den Vertretern der Regierung der Ukraine und der Europäischen Union, den Kontrollbehörden, Importeuren und Verarbeitern. Während der Konferenz wurde darauf betont, dass die Ukraine ein wichtiger und unersetzbarer Lieferant ist, der den hohen Bedarf an organischen Rohrstoffen (insb. Getreide und Soja) in Westeuropa decken kann. Die stellvertretende Ministerin für Agrarpolitik und Ernährung der Ukraine für Europäische Integration Olga Trofimtseva, die auch an der Veranstaltung teilnahm, gab zu, dass die Entwicklung der organischen Landwirtschaft und des Agrarsektors eine der Hauptaufgaben der Agrarpolitik ist.

Die Teilnehmer der Konferenz hatten eine ausführliche und offene Diskussion zu der schwachen Transparenz des Exports von organischen Produkten aus der Ukarine. So wurde es zu dem Zusammenschluss gekommen, dass Probleme oft wegen Mangel an Wissen unter Mitarbeitern eines Unternehmens, sowie auch wegen Schwierigkeiten beim Managemnt von großen Unternehmen entstehen. Unter den Teilnehmern waren auch Vertreter von den fortgeschrittenen organischen Unternehmen der Ukraine, die ihre Produkte in die EU-Länder exportieren: Eugen Mysnyk (Zolotyi Parmen), Oleg Maksak (Granit-Agro), und Andriy Nikolajuk (Etno Produkt).

Ein anderes Thema für Diskussion war die Abwesenheit einer einheitlichen Deutung der EU-Direktive: Die EU-Länder und einige Bundesländer deuten die EU-Normen auf verschiedene Weise. Nach der Meinung von meisten Händlern und Verarbeitern zusammen mit Exporteuren und Importeuren kostet es viel Zeit, Geld und Energie. Daraus folgt, dass es noch den Bedarf an einigen Verbesserungen gibt.

So unterstützte Olga Trofimtseva ihrerseits die Initiative für einen intensiven Dialog, weil die beiden Seiten daran interessiert sind. Die EU-Vertreter betonten auf die Wichtigkeit der Einhaltung von der Direktive-Regelungen und der Forschung der Marktprobleme. Das soll die Grundlage für die Verbesserung der Situation werden und von allen Marktteilnehmern akzeptiert werden.

Quelle: FiBL

Foto: fr-online.de

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