Am 19. Juni 2019 fand im Rahmen der Internationalen Feldtage der DLG die Agrarpodiumsdiskussion „Chancen und Risiken des Agrar-Geschäfts in der Ukraine statt“.  

Möglich wurde die Veranstaltung durch die Zusammenarbeit mit der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer und der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG International e.V. Als Redner wurden Dietrich Treis (DTC Agri-Consulting), Evgenia Prudko (CMS Reich-Rohrwig Heinz), Kostiantyn Zinchenko (Staatlicher Dienst der Ukraine für Geodäsie, Kartographie und Kataster), Hermann Intemann (Deutsche Botschaft in der Ukraine), Oleksiy Spivak (Der Rat der Wirtschaftsbeauftragten) eingeladen, die ihre Ansichten über den aktuellen Stand der Agrarwirtschaft, die Perspektiven für ihre Entwicklung und die bestehenden Probleme teilten.

"Vorgewarnt ist gewappnet" - diese These wurde zum Kernthema der Diskussion über rechtlichen Schutz von Eigentum. Alle Experten unterstrichen die Tatsache, dass die ständige Überwachung des Status des Eigentümers von Unternehmen, die Transparenz des eigenen Geschäfts und eine schnelle Reaktion im Falle einer Handelsstörung die wirksamste Methode zur Verhinderung von Angriffen ist.

Obwohl laut der Redner nicht rechtmäßige Besitztumsansprüche ein systematisches Problem darstellen (da häufig Strafsachen nicht vor Gericht gestellt werden, und die Einhaltung neuer Gesetze zukünftig nicht vollumfassend gewährleistet werden kann), könnte eines der möglichen Warninstrumente, die Einführung einer elektronischen Meldung bei jedem Registrierungsvorgang bei einer staatlichen Stelle eine mögliche Lösung sein. Ein solcher Vorschlag wurde vom Rat des Bürgerbeauftragten für Unternehmen beim Justizministerium der Ukraine eingereicht und wird derzeit vom Ministerium geprüft.

Beeinflussen diese Umstände das Investitionsklima in der Ukraine? - Tatsächlich machen einige Investoren einen Schritt zurück und geben Investitionen auf. Trotz der möglichen Risiken setzen aber auch immer mehr Investoren auf das Potenzial und die Ressourcen des Landes.

Außer der Podiumsdiskussion nahm das Projekt „Agritrade Ukraine“ am Stand der bilateralen Kooperationsprojekte (BKP) des BMEL teil.

 

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